Wasserschlag mit der Landesstiftung
9.06.08
Die Landesstiftung Baden-Württemberg schaltet nicht nur schräge Funkspots, um auf ihre Existenz hinzuweisen, sonder bucht auch ganze Seiten im FOCUS, um dort unter der sinnfreien Überschrift “Nautische Poesie” darauf aufmerksam zu machen, das der Literatursommer Baden-Württemberg dräut.
“Warum nicht-?” möchte man meinen, wäre nicht das Motiv gänzlich per Haar herbeizitiert (ein Mensch liest unter Wasser “Moby Dick”), der Anzeigentext phrasengefüllt garstig (Themen “kreisen um”, Literatur “kann einwirken” und – ganz schlimm: “der Bereich” ist auch da) und – last but not least – wird kein Hinweis gegeben, was Mensch eigentlich im Literatursommer erwarten darf.
Schön ist es, wenn man genug Staatsknete hat, das keine Sau nach Erfolg oder Wirkung fragt.
Weitere gruselige Bereiche ansehen? Bitte hier entlang zur Landesstiftung
… uind dort viermal klicken, bevor man die Seite zu den Terminen wieder verlässt.
Yepp!
Hier ist was neues!
Texter bei RTS Rieger Team
24.04.08
Mit Stolz und Freude darf ich mitteilen, dass ich ab der zweiten Maiwoche 2008 bei meinem Dreamteam als Texter und Konzeptioner an den Start gehen darf – beim RTS Rieger Team
Ich freue mich auf die Mitarbeit im Team von “Deutschlands feinster B2B-Agentur” – möge das Werk gelingen!
Marketing überdenken
18.03.08
Es war eine junge Frau, die sagte: “Ich werde ein neues Wirtschaftsmagazin auf die Beine stellen.” Die Kollegen lachten, vor allem die Männer. Außerdem war der Markt komplett gesättigt. Wie sollte das gehen?
Heute geht BRAND EINS in das zehnte Jahr seines Bestehens. Und siehe da – Anzeigenleitung, Chefredaktion, Geschäftsführende Redaktion: Alles und weiterhin Frauen. Sehr sympathisch.
Anlass für diese kleine Story ist die aktuelle Februar-Ausgabe, die – wie immer online im Volltext lesbar, danke sehr! – das schöne Thema “Marketing” aufgreift.
Mit Artikeln, die ich selbst gern geschrieben hätte und die jeder Marketing-Verantwortliche mit Gewinn lesen dürfte.
BRAND EINS: Das Marketing ist tot, es lebe das Marketing
Web3.0 ist da!
31.01.08
Wie wird es weitergehen mit dem Internet? Was kommt nach Blogs, Flickr, twitter, Google-Apis, und anderem, was eh nur noch wenige gänzlich verstehen und vollkommen nutzen?
Es kommt Web3.0 – das Internet, das in den Kopf sehen kann und Realitäten einschätzt.
Eine erstaunliche erste Beta-Version zeigt dreamr™.
Dumping wird gesellschaftsfähig
22.12.07
Nach dem Motto dass es nichts gibt, das man nicht noch billiger machen kann, nimmt jetzt das Textvermittlungsportal textbroker.de seinen Lauf.
Dort können Schreiber zu gewünschten Themen Texte abliefern, die dann – meist von Seitenbetreibern, die Content benötigen – eingekauft werden können.
Das charmante ist die Preisgestaltung: Gestaffelt nach verschiedenen Qualitätsstufen (unterteilt in Rechtschreibstärke, Inhalt und Einschätzung der textbroker-Redaktion), wird eine DIN A 4-Seite ab stolzen 3,50 eingekauft. Dies für die niedrigste Qualitätsstufe. Für 5-Stern-Texte gibt es dann unbeschreibliche 20,- Euro. Umfang wären 500 Wörter und los geht es.
Meine Erfahrung als Autor ist die, dass man für eine gute Seite Text – und das umfasst das Briefing, die Schreibzeit, Lektorat und zweite Überarbeitung nach dem Gegenlesen durch den Kunden – mindestens zweieinhalb Stunden braucht.
Vielleicht sinkt diese Stück- / Seitenzeit, wenn mehrere Seiten am Stück entstehen, doch im Gegenzug steigt der Überarbeitungsbedarf und die Lektoratszeit. Da ich als Texter annehmen darf, das meine Texte professionelle Qualität haben, also nach textbroker-Einschätzung fünf Sterne verdienen, käme ich bei textbroker auf einen Stundensatz von guten acht Euros. Und diese müssen dann noch versteuert werden. O.K.
Da nur Stichworte als Briefing herhalten und Lektorat und eine zweite Überarbeitung nicht vorgesehen sind, rotze ich die Seite meinetwegen in einer Dreiviertelstunde herunter. Dann wäre ich bei 25 Euro Stundenlohn. Minus Steuer wiederum.
Welcher Selbstständige kann von so etwas leben?
