Eleanor Saitta - Hacking the City

18.02.10

Amazing to see old heroes rise again. In this special case it’s christoph alexander, honoured again by Eleanor Saitta, who gave a speech on the 26th chaos communication congress in berlin.
Christopher Alexander wrote with ‘A pattern language’ a modern classic of urban development and planning. Amazon review (a true one) says: ‘ Nominally about architecture and urban planning, this book has more wisdom about psychology, anthropology, and sociology than any other that I’ve read.’

Now Mrs. Saitta – refering to him – talks about the unholy alliance between politics and money, who sqeeze out the cities for the sake of undisturbed moneytizing the public space. In the PDF belonging to her lecture she stresses,that (cities are ..) heavily politicized with embodied power structures on a number of different levels’.
From this premise she outlines the more or less subtle forces which define the public spaces of our cities. Ongoing she gives a couple of possible remedies against this – which means hacking the city. Which includes some real charming and dadaist naughties.

Well done, and another step towards a justified set of ethical and rational values for the ‘reclaim of the city’.
+
no idea why this had to be written in bad english. really sorry.

Ihre Meinung dazu:

Plakat, Karte, Übersicht: Der Herr Neckar

25.11.09

Ich liebe alte Landkarten und Stiche und von Zeit zu Zeit geht der Grafiker in mir und mit mir durch. Gerade bin ich dabei, einer Satellitenaufnahme einen barocken Rahmen zu verpassen. Geht das? Schon.
Gezeigt wird der Neckar, das heißt “Der Herr Neckar” – immerhin ist es ja ein ER, der da von Schwenningen nach Mannheim strömt. Und so soll es mal aussehen:

Herr Neckar Screen 2009

Für mich als Nebenbei-Kartograph ist doch einiges, hem, schwierig. Aber ich bin guten Mutes, dass dieses kleine Dokument ein großes Gewässersystem (14tsd km 2 !) schön auf den Punkt bringt.

Und sich angenehm verkauft. Denn die Beschäftigung mit Flüssen und Gewässern liegt mir schon. Sollte ich je einen Verlag gründen um diese Lust zu professionalisieren, dann wäre ein name schon gebucht: “Verlag am Bach na”.

~ ja ja – dr verlag am bach na ~
hohem …

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Ein Abend mit Peter Glaser in der Stadtbücherei Stuttgart

8.10.09

Peter Glaser war da und es kamen etwa 15 Leute in das oberste Stockwerk der Stuttgarter Stadtbibliothek – “ ganz oben, rechts”- wie der schwer beschäftigte Mensch unten am Tresen sagte. Kurz und treffend.

Peter Glaser ist nicht irgendwer. Er ist Publizist und Schriftsteller, Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises, offizieller Blogger der Stuttgarter Zeitung, Ehrenmitglied des Chaos Computer Clubs, sowie großer Katzen- und Menschenfreund aus Österreich. Lebt derzeit in Berlin. Selbiger kommt nach Stuttgart. Und es tauchen geschätzte 15 Leute auf.
Un-ga-laub-lich. Fünfzehn.

Der Abend wurde dann ganz nett, weil man vorher noch redete, Grüße austauschte und alte Zeiten Revue passieren ließ. Das Abendthema lautete “Wem gehört das Wissen?”, und die Antwort von Peter Glaser war: “Uns allen”. Gut.

Aber das war ja nur eine Antwort zu einer Frage. Glaser ging sozusagen von Themtür zu Thementür: von der Entwicklung des Netzes und der Hackerszene, zum Papierbuch als Wissenspeicher, von dort über das Abtauchen des Buches in die Kunst (Suchwort – “carved books”) und dann weiter zum Heidelberger Appell. Und was das für Ihn als Schriftsteller bedeutet, welche Rolle das Copyright spielt, wo die Stellungen von Open Access vs. publizistische Institutionen zu finden sind. Und so heiter weiter fort. Mit privater Ausklang-Talkrunde. Schön.

Ein Highlight war sicher recht private Geschichte seines Computer-Erstkontaktes: “Das erste Mal, das meine Worte im Fernsehen waren, dass auch ich senden konnte.” Peter war drin. Mit einem Altair_8800 Und es war 1978.

Ein tag später am Rechner In der Gegenwart, Stuttgart, können diese zwei Stunden Glasierte Stadtbücherei (Start 19:45 und Ende gegen 22:00) hier im Text nicht einmal ansatzweise skizziert werden. Da gibt´s nur eins:
Beim nächsten mal auftauchen!

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E-Book-Workshop mit Synergia auf der Frankfurter Buchmesse

2.10.09

Auch im Oktober 2009 ist auf der Buchmesse das E-Book und seine Nutzung ein Top-Thema quer durch die deutschsprachige Verlagslandschaft.
Der Darmstädter Synergia Verlag und Mediengruppe ist auf seinem Stand in Halle 3.1 mit seinem Programm, eigenen E-Book-Projekten und technischem Können vertreten. Dort ist auch das Café der Verlage mit einem schönen Rahmenprogramm beheimatet.

Als Berater für digitales Publizieren gebe ich zusammen mit dem technischen Leiter des Verlags, Dirk Martin, zweimal den Tischworkshop:
E-Book-Workflows: verstehen und nutzen, am 14. und 15.10.2009

Der Workshop wird die Abläufe und Planzahlen zeigen, aus denen ein gutes E-Book entsteht (weil es auch hier differenzierte Qualitäten gibt) und den Markt an Lesegeräten und Anbietern plastisch darstellen.

Die Stunde am Tisch reicht für das Thema E-Book nur zum ersten Überflug. Die herausgefundenen Zahlen dürften aber für viele interessant sein – aus ihnen lässt sich eine individuelle Marktübersicht herauskristallisieren. Wer in einem Verlag für das E-Book-Geschäft verantwortlich ist, sei es im Programm oder in der Technik wird diese Zahlen dringend benötigen.

Ansonsten sollten Sie sich das erste Dezemberwochenende frei halten: Von Donnerstag Abend, den 03. Dezember bis zum Samstag 05. Dezember wird in einem Workshop der Weg zur praktischen E-Book-Schmiede gezeigt.
Es geht um Planung, Rechte, Formate, Verwertung und Vertrieb. Gedacht, um Verlegern und technisch Verantwortlichen in Verlagen das Rüstzeug an die Hand zu geben, sicher durch die kommenden digitalen Jahre zu steuern.
Doch zunächst in Frankfurt:

E-Book-Workflows: verstehen und nutzen.

am 14. Oktober, um Zwei Uhr, am 15. Oktober ab drei Uhr als Veranstaltung am runden Tisch im Café der Verlage
Halle 3.1 zwischen Gang K und Gang J,
vor dem Eingang zur Antiquariatsmesse.
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Synergia Buchmesse Anfahrt
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OpenSource-Drama in Text

22.09.09

Drupal und die Anwender


Personen:Ein Nutzer / Ein Administrator
Szene: Ein Computerforum. Das für Drupal.

Eröffnet wird am
18 März, 2009 – 20:48
– limus

“Betreff: Fehlermeldung”-
Hallo sorry wenn das jetzt blöd klingt aber ich komme nicht weiter damit wie erstelle ich die neue Datei

Die Antwort kommt keine 5 Tage (!) später, am

23 März, 2009 – 21:12
– wieneralex

“unter windows – archivflag verhindert install”-
wenn die testumgebung unter windows eingerichtet wird (z.b. mit xampp), genügt das manuelle kopieren und umbenennen der datei leider nicht. es muss erst das archiv flag von den entpackten dateien entfernt werden, und zwar in einer DOS box, im drupal setup-verzeichnis (htdocs bei xampp), mit dem befehl attrib -a . /s.

das ende
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Welcher normal denkende Mensch hat noch Lust auf so ein CMS?
Ich nix scharff bitte.

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Urheberrecht für digitale MitBürger: irights.info

22.09.09

Ein sehr schöner Webfund ist irights.info. Hier geht es um das Urheberrecht und private Nutzungsrechte an Medieninhalten. Also die Privatkopie der CD, oder das aufgenommene und dann gebrannte Video, aber auch die Nutzung und Wiederverwendung von Medienschnipsel aus dem Internet.

Doch nicht nur Nutzer erfahren Neues. Auch die Hersteller von Inhalten (Werbetexter und Journalisten etwa) finden bei irights.info allerbeste Praxisinfos.
Jetzt besuchen
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urheberrecht für jeden: irights.info

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Die Klangwolke bekommt neue Handys - was tun?

3.09.09

Immer mehr Jugendliche hier in der Stadt hören ihr Handy gerne im “Surround-Sound”. Dabei quäkt das privatmobile Telefon ungebremst im öffentlichen Raum. Man hört als Straßenbahnbenutzer, Haltestellenwarter, Parkspazierer etc. ungefragt und kostenlos die Sounds fremder Leute. Und diese in einer Soundqualität wie einst Urgroßvaters Weltempfänger. Nur ist es diesmal nicht Radio Belgrad, sondern irgendein GirlyTechnoRapOrientalBeat. Unschön und nervig.

Nervig eben ja auch deswegen, weil man diese Surround-Sounds nicht abregeln kann, ohne eine direkte Ansprache an den Sender bzw. Halter zu tätigen. Also erträgt man es und schweigt ( ca. 99,5% der Leute). Oder man tritt in direkten Kontakt mit einem wildfremden Menschen, der dazu a) meist mitten in der Pubertät, b) Teil einer Gruppe, oder c) schlecht gelaunt ist. Vielleicht alles zusammen.
Hier schweigen kluge Leute und ignorieren den Lärm. Aber – und das ist die schlechte Nachricht – der “Surround-Sound “ ist auf dem Vormarsch.

Denn soeben entwickeln die Deutsche Telekom und die TU Berlin /Designforschung das Wunschhandy der nächsten Generation . Von und mit jenen Kids, die schon heute heimische U-Bahn-Hallen in kümmerlicher Handyqualität beschallen.

Und so liest man bei Spiegel Online :


Was sie wollen? “Das Handy der Zukunft entwickeln, zusammen mit Kindern und Jugendlichen”, sagt die Juniorprofessorin. Während andere Schüler in den Ferien Politik spielen oder wie vor hundert Jahren töpfern, basteln die Kiezkinder Handyprototypen. Dafür können sie unter anderem das Fell eines echten Hasen verwenden. “Der ist eines natürlichen Todes gestorben”, versichert Gesche Joost.

Auch Lemmy hat einen Prototyp entworfen, so dick wie ein Knäckebrot, mit großem Bildschirm, “um Videos drauf zu gucken”, erklärt er. Sein Holzhandy zieren vier braune Flecken, das wären Lautsprecher für einen “schönen Surround-Sound”. Wie die Eltern vieler Kinder am Tisch stammen auch seine aus dem Ausland.

Das Ganze ist übrigens ein Ferienangebot für Daheimbleiber in Neukölln und als solches absolut begrüßenswert. Der Schlenker auf das Ausland ist der Beginn des nächsten Absatzes und deckt sich mit der Tatsache, dass es einfach deutlich mehr Einwanderer-Kids mit quäkendem Handy gibt. Damit entsteht hier am häufigsten Geräusch und hier lebt die Haupt-Zielgruppe.

Die Ergebnisse dieses Projekts werden garantiert irgendwo und irgendwie verwertet. Von der Innovations-Abteliung der Telekom. Oder vom nächsten Hersteller. Und dann – das ist sicher – blüht uns eine “neue Ära des Surround-Sounds”.

Für den Haltestellenfrieden wäre es dringend notwendig darüber nachzudenken, wie eine Zivilgesellschaft solchen privaten Frohsinn verhandeln kann. Wichtig ist, dass niemand sein Gesicht verliert, dass alle mitmachen können, und dass die Aktion insgesamt deeskalierend wirkt.
Vielleicht indem ein solidarisches Publikum sich durch gemeinsames öffentliches Geräusch outet? Durch Singen, Klatschen, Trampeln, Pfeifen, Parolen skandieren … ? Wie wird der Einspruch deutlich und solidarisch ohne jemanden zu exponieren?

Es gibt diese Geschichte vom Flughafen in San Francisco, der in den 70ern von den Hare Krishnas geplagt war. Also ständig ein Trupp, der singend, redend, bücher schenkend und frohgemut Leute aufhielt. Die genervten Angestellten des Flughafens verteilten Blechfrösche, diese kleinen KnackKnack-Maschinchen. So konnte jeder, der von den Krishnas genervt war, seinen Blechfrosch sprechen lassen. Eine solidarische, niemanden exponierende und öffentliche Geste. Es bildeten sich Knack-Wolken, die die Hare Krishnas zwar nicht vertrieben, aber merklich zurückregeln konnte.

Die Tibeter sagt man, haben geklatscht, als die Chinesen einmarschierten, weil man so schlecht Geister wieder vertreiben kann. Doch das Klatschen ist hier in Mitteleuropa ja schon “besetzt”.

Bleibt die Frage: Wie regeln wir alle elegant und zivil den öffentlichen Surroundpegel??

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