Portrait Claus Wilcke

Wie wird man Konzeptionstexter und Medienproduzent?
Als Schreiber schon in Schülerzeitungs-Tagen bin ich mit Medien und Publikum seit über 30 Jahren vertraut. Ich produzierte meine erste eigene Zeitung – auf einer Spiritus-Matritze im örtlichen Pfarramt – und ging nach dem Schulausstieg nach London (dort: “monochrome! an anarchist mag”). Nach Deutschland zurückgekehrt gab ich diverse Blätter und Publikationen heraus und machte eine halbe Druckerlehre.
Inzwischen war es 1992 und in einem amerikanischen Blatt las ich zum ersten Mal mit heißen Ohren etwas vom kommenden Internet, das es damals so noch nicht gab: Man »gopherte« noch. Ansonsten schrieb ich für die regionale Alternativ-Zeitung und das Projekt der taz Stuttgart. Ich leitete außerdem ein Jahr lang das Büro der Zeitung »Eurotopia«.
Ich wurde Landschaftsgärtner und zog ins Allgäu. Nebenbei erstellte ich Flugblätter, Baupläne und machte Medienexperimente. Dann schaffte ich mir einen Computer an, um die Versprechungen des Whole Earth Catalogs wahr zu machen und das Internet zu erforschen. Da gab es blau unterstrichenen Text und wenn man draufklickte, war man woanders. Wahnsinn! Doch schließlich beendeten gesundheitliche Probleme den Lebenserwerb per Schaufel.
Also ging es zurück an den Schreibtisch: Erst als Lokalreporter, doch die solide Kraft der Lokalausgabe wollte ich nicht werden. Also wurde ich Trainee in verschiedenen Werbeagenturen. Schreiben konnte ich ja schon. Hier lernte ich die bunten und harten Basics des werblichen Handwerks kennen: die Begriffe, die Deadlines, die Kunden und natürlich CorelDraw, möge es in der Hölle schmoren.
Es zeigte sich alsbald, dass ich mit dem Wort mehr konnte als mit einer kanadischen Software. Darum wechselte ich Agentur und Niveau und textete hinfort als PR-Schreiber bei PR KOM für Druckkonzerne und digitale Workflows. PR KOM ist eine wunderbare PR-Agentur, wenn Sie im Druckbusiness sind. Gehen Sie hin. Ich war zu neugierig und ging weg. Damn it.
So tauchte ich im Körschtal als klassischer Konzeptionstexter bei Glanzer & Partner wieder auf. Damit erschloss sich mir das innere Wesen des Handelsmarketings und die Klippen der internen Agenturpolitik.
Dann führte mich mein Wissensdurst in den Talkessel zu Stuttgart, wo ich an einem wunderbaren Arbeitsplatz bei MDM Mungenast den Glanz des Dialogmarketings aktiv untersuchte, Tango tanzte und für Mercedes Strategiepapiere schrieb.
Ich wurde fortfolgend selbstständig und gab Auftritte bei KirchgessnerEggel und Partner, dem Reklameteam, cyan4 und etlichen anderen Agenturen. Daneben gewann ich meine eigenen Kunden und lernte dazwischen solides HTML auf Netscape4. Mein Büro gab ein Buch heraus – das “Handbook of Headlines”. Dann stellte sich mir die nette Crew von ReformDesign vor. Und umgekehrt. Ich begleitete anderthalb Jahre lang auch die strukturierten Gesundheitsprogramme von anycare und machte das Team von ESM in Leonberg mit Text und Konzept webmobil. So wurde ich durch viele Webprojekte Fachmann für dynamische Internetanwendungen und Mensch-Maschine-Interaktionen.
Ein halboffizieller Auftrag machte mich mit dem deutschen Universitätswesen vertraut, dessen Zugangsberechtigung ich mir am Abendgymnasium Esslingen holte. Und im Anschluss reüssierte ich beim RTS Rieger Team und schließlich bei Panama in Stuttgart als angestellter Texter. Aber es zeigte sich, das nach einer so langen Zeit als Allrounder, der reine Text nicht mehr alle meine Fähigkeiten abdeckt.
Alsobin ich heute Marketingfachmann, der insbesondere für KMUs Projekte mit Text, Konzept und Gestaltung voran bringt.
Gerne auch bei Ihnen.
Rufen Sie einfach vorbei: (0178) 49 111 61